Hast Du Dich schonmal dabei erwischt, zuzulassen, das jemand Deine eigene Grenze überschreitet? 

Wir alle haben unsere Grenzen, ob körperlich oder mental. Jedoch sind uns diese häufig nicht gleich bewusst, sondern wir erkennen sie erst, wenn sie überschritten wurden. 

Diese Grenzen sind dabei häufig selbsterlegt oder ein „innerer Drang“. 

 

Ich zum Beispiel habe einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und reagiere dementsprechend allergisch auf Ungerechtigkeit, sei es mir gegenüber oder anderen. 

Das Grenzen überschritten werden, gehört aber natürlich zu unserem Alltag dazu und bei kleineren Grenzüberschreitungen schaltet sich meist unsere Toleranz ein, sodass wir diese gut erdulden können. Das ist natürlich gut und wichtig, da wir uns selbst keinen Gefallen mit ständigem meckern und einer negativen Einstellung machen würden.

Dennoch: es gibt Punkte und Situationen in denen wir was sagen und für uns einstehen dürfen.

 

(Und was für Situationen das sind, entscheidest ganz Du selbst.)
Seine eigenen Grenzen zu setzen und zu verteidigen ist unglaublich wichtig, aber vielen von uns fällt das ganz besonders schwer.

Aber was kann man tun, wenn man seine Grenzen entweder nicht kennt oder es einem kaum möglich ist für diese einzusetzen?
Zunächst ist es dabei wichtig, Dir Deine eigenen Grenzen bewusst zu machen.
Stelle Dir dafür die folgenden Fragen:

 

Welche meiner Bedürfnisse sind mir so wichtig, dass ein „nicht beachten“ mich wütend/traurig/enttäuscht werden lässt? 

Was ist mir so wichtig, dass ich dafür kämpfe? 

Was bin ich nicht bereit länger zu tolerieren?

 

Wenn Du Dir ein Bewusstsein über Deine Grenzen schaffen konntest, geht es ans eingemachte!
Nämlich dahin, sich seine eigenen Grenzen zuzugestehen. 

Es könnte gut sein, dass hierbei Deine erste Aufgabe ist, an Deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten. Denn es ist wichtig, sich selbst wertzuschätzen um sich klar sagen zu können:

„Ich habe meine Grenzen und ich habe die Erlaubnis, diese einzufordern und zu verteidigen.“

 

Jeder hat persönliche Grenzen und jeder hat die Erlaubnis selbst zu entscheiden wo die Grenze der Toleranz liegt, also was man selbst bereit ist bei anderen zu tolerieren und was nicht.
Was aber dafür auch wichtig ist, ist eine Bereitschaft für Konflikte, denn das ist etwas, was mit dem einfordern der eigenen Grenzen einhergehen kann. Die Angst davor von anderen nicht mehr gemocht zu werden, ist ein wichtiger Punkt, der viele Menschen davon abhält. 

Das absurde daran:

 

Häufig werden wir eher respektiert und gemocht, wenn wir höflich aber bestimmt sagen können, was uns gefällt und was uns nicht gefällt. 

 

Ich möchte dich hiermit ermutigen, Dich zu fragen, ob Du Deine eigenen Grenzen kennst und ob Du für diese einstehst?
Wenn nicht, was hindert Dich daran? Welche Schritte müsstest Du gehen um das zu schaffen?

Vielen Dank fürs lesen. Ich freue mich über Deinen Kommentar. 🙂 

Alles Liebe,
Elena